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Neubau Carlisle Waltershausen

Neubau Carlisle Waltershausen
  • Standort: Carlisle Constructions Materials GmbH, Eisenacher Landstr. 70, 99880 Waltershausen
  • Bauherr: Carlisle Constructions Materials GmbH, Eisenacher Landstr. 70, 99880 Waltershausen
  • Entwurf: BMT Planungsgesellschaft mbH, Vinzenzweg 5, 21077 Hamburg
  • Fertigstellung: 2018
  • Typ: Industrie- und Anlagengebäude
  • Leistungen: Tragwerksplanung (bis einschl. Genehmigungsplanung)

Die Carlisle Construction Materials GmbH gilt in Europa als Vorreiter in der Herstellung von beschichteten Dichtungsbahnen für Dächer und Fassaden. Im Rahmen der Erweiterung des Standortes in Waltershausen errichtete das Unternehmen auf einer Fläche von 11.600 m² ein kombiniertes Produktions-, Logistik- und Verwaltungsgebäude.
Baumaßnahme
Nach den Entwürfen der Hamburger BMT-Planungsgesellschaft besteht der 42-Mio.-Euro-Komplex aus jeweils einer erdgeschossigen Produktions- und einer Logistikhalle, die an einen zweigeschossigen Verwaltungs- und Schulungstrakt angrenzen. Der repräsentative Baukörper misst in seiner Grundfläche rd. 160 x 100 m und weist eine Höhe von 12 m auf. Kennzeichnend für die Architektur ist die einhüllende Glasfassade des zweistöckigen, organisch geformten Bürokomplexes. Diese gestattet den Besuchern und Nutzern durch die erzielte Transparenz einen offenen Dialog mit der Umgebung. Die organische Grundform des Bürokomplexes wird durch die angrenzenden Logistik- und Produktionshallen eingerahmt.
Verwaltungs- und Schulungstrakt
Das Verwaltungsgebäude besitzt eine Grundfläche von rd. 950 m². Im Erdgeschoss des Gebäudes sind die Betriebskantine für die Mitarbeiter und Gäste des Unternehmens sowie diverse Schulungs- und Praxisräume untergebracht. Des Weiteren befinden sich hier die Sozialräume für die männlichen Mitarbeiter in direkter Orientierung zur Logistik bzw. Produktion. Das 1. OG dient der Aufnahme der Büros für die Verwaltung sowie der Sozialräume für die weiblichen Beschäftigten.
Der Baukörper wurde in klassischer Massivbauweise errichtet. Die Aussteifung des Tragwerks erfolgt über Deckenscheiben, welche mit den Treppenhauskernen verbunden sind. Um eine größtmögliche Flexibilität der Nutzung zu gewährleisten, ist das Deckentragwerk für eine flexible Wandstellung von Leichtwänden bemessen worden. Somit ist eine Anpassung der Grundrissgestaltung an die Nutzervorgaben jederzeit möglich.
Eine Besonderheit stellt die Dachdecke des Verwaltungsgebäudes dar. In Analogie zur Deckenkonstruktion wurde eine variable Ausstattung mit Haustechnikkomponenten bei der statischen Auslegung berücksichtigt. Ferner besteht die Möglichkeit, die Dachfläche als Lehrbereich für die praxisnahe Anwendung der Carlisle-Produkte zu nutzen.
Produktions- und Logistikhallen
Die Produktionshalle überbaut eine Grundfläche von ca. 4.800 m² und dient der Aufnahme von Fertigungsstraßen. Aufgrund der sich hieraus darstellenden Nutzung bestehen höchste Anforderungen an die Gebrauchseigenschaften der Konstruktion sowie des Bodens. Angrenzend zur Produktionshalle erfolgte auf einer Grundfläche von rund 2.200 m² die Herstellung von Nebenräumen zur Aufnahme von Lagerflächen, Mischanlagen, Werkstätten und Haustechnik.
Das Logistikzentrum besitzt eine Grundfläche von rd. 3.250 m² und dient als Warenlager sowie zur Kommissionierungsfläche. Unmittelbar angrenzend zur Kommissionierungsfläche sind die Überladebrücke zur Be- und Entladung des Lieferverkehrs untergebracht. An die Logistikhalle schließen auf zwei Geschoßebenen diverse Lagerräume, u.a. für Gefahrstoffe sowie die Büroräume der Logistik an.
Das Tragwerk der Logistik- und Fertigungshalle besteht aus einer Stahlbetonfertigteilkonstruktion. Die vorgespannten Stahlbeton-Binder sind auf Kragstützen verlagert, welche in Einzelfundamenten einspannen. Die Aussteifung erfolgt ausschließlich durch die Kragstützen.
Die Südwestseite der Produktionshalle wurde auf eine mögliche Erweiterung der Hallenkonstruktion ausgelegt. Der Belastungsansatz sieht hierbei die Schaffung eines zusätzlichen Hallenschiffes mit einer Spannweite von 20 m sowie den Einbau eines 10 to Brückenkrans vor. Das zu einem späteren Zeitpunkt zu errichtende Tragwerk kann auf die vorhandenen Fundamente mittels „Peikko“-Stützenschuhen verlagert werden. Hierzu wurden entsprechende Anschlusselement bei der Fundamentherstellung vorgesehen.

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