Über die Theorie hinaus

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Der öffentliche Diskurs zum Thema BIM wurde in Kiel im September letzten Jahres mit dem „Digital Utopia Day“ eröffnet. Damals stand die Verknüpfung von Architektur, Bau und Stadtentwicklung mit digitalen Technologien und der digitalen Wirtschaft im Vordergrund. In diesem Jahr gingen die Kieler Wirtschaftsförderung (KiWi) und der Veranstalter BIM.SH in der Veranstaltung „Building Information Modeling (BIM) Digitales Bauen in Schleswig-Holstein“ einen Schritt weiter und fragten die Akteure vor Ort, was sie am Standort Schleswig-Holstein für eine erfolgreiche BIM-Einführung benötigen und welche Aufgaben und Handlungsfelder sich daraus für wen ableiten.

Tatsächlich sind Planer, Verwaltung und Bauherren in unterschiedlichen Stadien bei der Auseinandersetzung mit Building Information Modeling. Trebes hatte sich schon 2015 dazu entschlossen, in diese Technologie durch die Prüfung unterschiedlicher Programme und Schulung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu investieren. „Diese Entscheidung hat sich als richtig herausgestellt, denn die proklamierten Vorteile bestätigten sich auch in der Praxis“, betonte Wigand Grawe in seinem Impulsvortrag auf der Veranstaltung. „Mittlerweile haben wir erste Projekte vollständig mit BIM geplant und erfolgreich abgeschlossen“, so Grawe. Um dem anwesenden Fachpublikum einen Einblick in die Planungsprozesse zu geben, schilderte er die Herausforderungen und Hemmnisse bei der Einführung der BIM-Methode und stellte die Erfolgsfaktoren für ein positives Gelingen heraus.

In der anschließenden Podiumsdiskussion gingen die Teilnehmer der Frage nach, wie die Hürden bei der Einführung der BIM-Methode am besten zu überwinden sind und welche Möglichkeiten die Politik hat, diesen Prozess zu unterstützen. Wigand Grawe plädierte in dem Zusammenhang für Transparenz und Offenheit der Akteure untereinander und dementsprechend für ein Umdenken in der Planungskultur. Es wurden ferner konkrete Wünsche an die Landesregierung formuliert, welche die anwesende Staatssekretärin Dr. Silke Schneider gerne aufgriff.

Ein Workshop mit allen Besuchern der Veranstaltung rundete den Tag ab und lieferte ein klares Meinungsbild des rund 100-köpfigen Auditoriums über den aktuellen Stand, die erwünschten Ziele in den kommenden fünf Jahren sowie weitergehende Hinweise zur Umsetzung der BIM-Methode in Schleswig-Holstein.
 

Teilnehmerbefragungen: Meinungsbild, Ergebnisse der Workshops, Abschlussfeedback:

 

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