Der erste Schritt zur Zero.Waste.City. Kiel hat sich auf den Weg gemacht

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Welche Rolle spielt die Bauwirtschaft für die Stadt Kiel in Bezug auf das Thema Recycling und Nachhaltigkeit? Antworten auf diese und weitere Fragen zur Vermeidung von Abfällen liefert der Infopavillon seit dem 28. März am Kieler Rathausplatz. Er zeigt beispielhaft, dass – und wie – die Landeshauptstadt zur ersten deutschen zertifizierten Zero.Waste.City. werden will.

Zero.Waste.City.

Kiel hat sich 2019 dem europäischen Netzwerk „Zero Waste Europe“ mit mittlerweile 400 Kommunen aus 32 Ländern angeschlossen, um mit Hilfe eines 100-Maßnahmen-Katalogs Abfälle zu vermeiden. So wurden gemeinsam mit den Kieler:innen, den Abfallentsorgern, dem Gewerbe, der Politik, den Vereinen und Initiativen konkrete Schritte zur Abfallvermeidung in einem Zero-Waste-Konzept definiert. Eine wesentliche Zielsetzung lag dabei in der abfallarmen und kreislauffähigen Bauweise im Stadtgebiet und in Privathaushalten.

Baumaterialien im Fokus

Nimmt man Recycling in den Blick, kommt man an der Bauindustrie nicht vorbei. Denn: Durchschnittlich 53 % des Abfallaufkommens stammen in Deutschland aus der Bauwirtschaft. Dies war einer der Gründe, warum die Stadt Kiel 2021 erste Pilotprojekte in diesem Bereich startete wie z. B. die Verwendung von Altplastik an 2 Bushaltestellen am Dreiecksplatz.
Weitere Maßnahmen sind in Planung, die von Beratungsgesprächen vor Gebäudeabbrüchen über die Errichtung einer Boden- und Bauteilebörse bis zur finanziellen Förderung von ressourcenschonendes und abfallarmes Bauen reichen. Transparenz hierzu schafft der Infopavillon.

Im Kleinen wie im Großen

Der nach dem Entwurf und unter der Federführung von Architektin Sabine Schlüter erstellte Infopavillon ist ein Praxisbeispiel für einen ressorcenschonenden Bau. Dazu wurden die einzelnen Bauteile – Recycling-Beton, Bewehrung aus Basalt, Vollholzwände und Dach, begrünte Fassade – von einem Team aus Fachunternehmen entsprechend ausgeführt. „Die Nachfrage nach wiederverwendbaren und recycelten Materialien für die Realisierung unterschiedlicher Baumaßnahmen ist hoch – sowohl seitens öffentlicher als auch privater Auftraggeber“, berichtet Susann Ewert vom Ingenieurteam Trebes. „Wir teilen die Ziele in Bezug auf eine nachhaltige Bauweise und werden uns in diesem Bereich auf jeden Fall weiter engagieren!“

Wer war dabei?

Ideengeberin/Initiatorin, Hauptantragstellerin und Projektleiterin:

Dipl. Ing. Arch. Sabine Schlüter

Sponsoren:

Förderung:

Kooperationspartner:

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